Kosten der 24-Stunden-Pflege in Olsberg: Beispielrechnungen & Zuschüsse

Die Frage nach den Kosten ist die erste, die fast alle Familien stellen. Und das ist vollkommen verständlich. Häusliche 24-Stunden-Pflege klingt teuer. Aber wenn man sich die Zahlen genau ansieht, ergibt sich ein anderes Bild, als viele erwarten.

In diesem Artikel schlüsseln wir die Kosten transparent auf, zeigen welche Zuschüsse Sie nutzen können und rechnen durch, was am Ende wirklich von Ihrem Eigenanteil übrig bleibt.

Was kostet eine Betreuungskraft im Hochsauerland wirklich?

Der Bruttopreis für eine 24-Stunden-Betreuungskraft liegt bei 24-7Stunden-Pflege bei circa 2.700 Euro pro Monat. Das ist der Ausgangspunkt, bevor Zuschüsse und steuerliche Vorteile greifen.

Was ist darin enthalten?

  • Unterkunft und Verpflegung der Betreuungskraft
  • Organisation des Wechsels alle paar Monate
  • Vermittlung und Betreuung durch den Anbieter
  • Sprachqualifikation und Vorerfahrung der Betreuungsperson

Nicht enthalten ist die medizinische Behandlungspflege, also zum Beispiel Verbandswechsel oder Medikamentengabe nach ärztlicher Anordnung. Diese wird separat durch einen ambulanten Pflegedienst abgerechnet, was aber in vielen Fällen durch die Pflegekasse gedeckt ist.

Welche Zuschüsse von der Pflegekasse, Verhinderungspflege und Steuer möglich sind

Die gute Nachricht: Es gibt mehrere unabhängige Finanzierungsquellen, die sich kombinieren lassen. Wer diese Bausteine kennt und gezielt einsetzt, senkt den Eigenanteil erheblich.

Pflegekasse und Pflegegeld: Ab Pflegegrad 2 erhalten Sie monatlich Pflegegeld. Bei Pflegegrad 2 sind das 332 Euro, bei Pflegegrad 3 sind es 573 Euro. Dieses Geld können Sie direkt zur Mitfinanzierung der Betreuungskraft einsetzen.

Verhinderungspflege: Falls die Hauptpflegeperson zeitweise verhindert ist, also durch Urlaub, Krankheit oder Überlastung, übernimmt die Pflegekasse bis zu 1.612 Euro jährlich. In Kombination mit nicht genutzten Kurzzeitpflegemitteln sind sogar bis zu 3.224 Euro möglich. Das ergibt umgerechnet bis zu 268 Euro pro Monat.

Steuerliche Absetzbarkeit: Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen können Sie in der Einkommenssteuererklärung geltend machen. Das sind bis zu 20 Prozent der anrechenbaren Kosten, maximal 4.000 Euro pro Jahr. Monatlich ergibt das im Schnitt eine Ersparnis von etwa 333 Euro.

Mehr Details zur Verhinderungspflege finden Sie in unserem Artikel 

Verhinderungspflege in Olsberg: So entlasten sich pflegende Angehörige.

Nettokosten ab 1.500 €: Konkrete Beispielrechnung für Pflegegrad 2 und 3

Damit das nicht abstrakt bleibt, hier zwei konkrete Durchrechnungen:

Beispiel 1: Pflegegrad 2, Olsberg, 1-Zimmer-Rückzugsraum vorhanden

  • Bruttokosten Betreuungskraft: 2.700 Euro
  • Abzüglich Pflegegeld Pflegegrad 2: -332 Euro
  • Abzüglich Verhinderungspflege (anteilig): -134 Euro
  • Steuerersparnis: -250 Euro
  • Eigenanteil netto: ca. 1.984 Euro

Beispiel 2: Pflegegrad 3, Olsberg, Kombination aller Leistungen

  • Bruttokosten: 2.700 Euro
  • Pflegegeld Pflegegrad 3: -573 Euro
  • Verhinderungspflege: -207 Euro
  • Steuerersparnis: -333 Euro
  • Eigenanteil netto: ca. 1.587 Euro

Im Vergleich dazu: Ein Pflegeheimplatz mit Pflegegrad 3 kostet im Hochsauerland nach Abzug der Kassenleistungen häufig noch zwischen 1.800 und 2.500 Euro Eigenanteil monatlich. Die häusliche Pflege ist also nicht nur individueller, sondern in vielen Fällen auch günstiger.

Berechnen Sie Ihren persönlichen Eigenanteil in einem Beratungsgespräch. Jetzt kostenlos anfragen. Oder lesen Sie mehr zu Pflegegrad beantragen in Olsberg um alle Zuschüsse vollständig zu nutzen.

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